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Save-me-Werra-Meißner

Die schlechte Nachricht: Schätzungsweise 40 Millionen Flüchtlinge gibt es weltweit, die zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen dahin vegetieren müssen.

Die gute Nachricht: Wir können etwas für sie tun. Der UNHCR, der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, hat das sogenannte „Resettlement-Programm“ entwickelt, um den schutzbedürftigsten unter den Flüchtlingen zu helfen. „Resettlement“ heißt „Neuansiedlung“.

 

Das Resettlement-Programm

 

Viele der Flüchtlinge schaffen es höchstens bis in Flüchtlingslager im Nachbarland. Diejenigen, die am schlimmsten dran sind - wie z.B. Verletzte, Trauma-tisierte, von Vergewaltigung Bedrohte, allein erziehende Frauen - haben oft keine Aussicht, jemals wieder ein normales Leben zu führen. Diese Flüchtlinge - es sind etwa ein Prozent - holen UNHCR-Vertreter/innen aus ihren Lagern und bringen sie in Ländern unter, die sich zu ihrer Aufnahme bereit erklärt haben. Dort müssen sie kein Asylverfahren durchlaufen, dürfen gleich arbeiten und bekommen eine Wohnung. Zu den Aufnahmeländern gehören die USA, Großbritannien, die Niederlande, die skandinavischen Länder - aber Deutschland bis jetzt nicht. Um das zu ändern, gibt es seit einiger Zeit in Deutschland die „Save-me-Kampagne“.

 

Save-me-Initiativen

 

Die Save-me-Kampagne wurde von ProAsyl ins Leben gerufen und wird inzwischen von vielen Flüchtlings-, Menschenrechts- und Wohlfahrtsorganisationen unterstützt. An über 50 Orten in Deutschland sind „Save-me-Initiativen“ entstanden, die unsere Regierung dazu bringen wollen, dass auch Deutschland besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufnimmt. Daneben wollen sie erreichen, dass auch die jeweiligen Städte und Landkreise sich zu ihrer Aufnahme bereit erklären. Und sie bitten darum, dass Menschen Patenschaften für solche Flüchtlinge übernehmen, um ihnen in der ersten Zeit Hilfe zu leisten. Das ist, solange noch keine dieser Flüchtlinge angekommen sind, nur ein symbolischer Akt, der aber deutlich macht, dass Flüchtlingsschutz uns alle betrifft.

 

Save-me-Werra-Meißner

 

Auch im Werra-Meißner-Kreis hat sich eine Gruppe zusammen gefunden, die aktiv Flüchtlingen helfen will. Sie bittet alle hier Wohnenden - Einzelpersonen oder auch ganze Gruppen - ihre Unterstützung zu erklären. Finanzielle Kosten entstehen dadurch nicht. Man kann im Internet unter www.save-me-kampagne.de seine Unterstützung erklären, eine Patenschaft übernehmen und/oder in der Gruppe der Aktiven mitmachen. Letztere organisiert Aktionen, um noch mehr Unterstützer und Paten zu gewinnen.

 

Es gibt Erfolge!

Inzwischen haben sich 23 deutsche Stadtparlamente bereit erklärt, Flüchtlinge im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms aufzunehmen.  Aber natürlich müssen es noch viel mehr werden!